# Rohrleitungs-Handbuch

> Kanonische Quelle: [Rohrleitungs-Handbuch](https://satisfactorybase.its-live.dev/de/guides/pipeline-manual)
> Sprache: de

Fluide, Druck, Förderhöhe und fortgeschrittene Rohrnetze im Griff.

Bänder verzeihen viel. Rohre nicht. Ein Rohrnetz, das auf dem Papier perfekt aussah, kann eine halbe Raffineriereihe aushungern, eine ganze Reihe Treibstoffgeneratoren zum Stillstand bringen oder sich schlicht weigern, eine Klippe hochzulaufen – und das Spiel verrät fast nichts darüber, warum. Diese Anleitung geht das ganze Modell durch: wie ein Rohr entscheidet, wie schnell es fließt, was die Förderhöhe wirklich misst und welche Anordnungen aus Pumpen, Puffern, Ventilen und Kreuzungen die Probleme lösen, die in der Praxis auftauchen.

Diese Seite ist eine interaktive Adaption von **The FICSIT Inc. Plumbing Manual: A Guide to Pipelines**. Jede Regel, jede Zahl und jedes Beispiel stammt aus diesem Handbuch; die Diagramme, Rechner und Wissensfragen sind von uns.

Handbuch-Version: 1.4. Datum: 21.08.2022. Geschrieben für: Update 5 + Update 6 (und später).

> Das Handbuch ist älter als die aktuelle Spielversion. Wir sind lieber nah an der Quelle geblieben, statt jede Aussage gegen den neuesten Patch neu zu testen – nimm die Zahlen deshalb als Messwerte des Handbuchs und nicht als unabhängig geprüfte Daten.

## Allgemeines Rohrverhalten

Rohrleitungen sind gegenüber echter Rohrtechnik stark vereinfacht. Drei Eigenschaften erklären fast alles, was sie tun.

- **Bidirektional:** Ein Rohr hat keine Vorzugsrichtung. Fluid kann in beide Richtungen hindurchfließen.
- **Schwerkraftgebunden:** Ein Rohr fließt immer zuerst nach unten, wenn es kann.
- **Druckbasiert:** Rohre bewegen Fluid über Druck. Diese Bewegung ist die Durchflussrate.

Aus diesen dreien folgt das Verhalten, das im Feld tatsächlich zu sehen ist:

- Rohre **bauen Druck auf, während sie sich füllen**. Je voller sie sind, desto schneller fließen sie – ein Rohr für sich allein steuert etwa `1,2 m` Förderhöhe bei.
- Fluid fließt **von hohem zu niedrigem Druck**, in der Praxis also von einem vollen Rohr zu einem weniger vollen.
- Solange das Innenvolumen eines Rohrs nicht voll ist, kann es **keine ****Förderhöhe**** übertragen** – weder von einer Maschine noch von einer Pumpe.

- **Durchflussrate:** Wie viel Fluid sich gerade pro Minute durch das Rohr bewegt.
- **Maximale Durchflussrate:** Die Obergrenze des Rohrs. Schneller kann es nie fließen.
- **Aktuelle Menge:** Das Innenvolumen – das Blasensymbol. Es zeigt, wie voll das Rohr ist, und es ist die Zahl, die über alles andere entscheidet.

Ein Rohr kann nur mit voller Geschwindigkeit fließen, **wenn es voll ist**. Bei 50 % Füllung fließt es halb so schnell. Das Beispiel aus dem Handbuch: Ein Mk.1-Rohr, in dem `6` von `10 m³` stehen, fließt mit `180 m³/min`, nicht mit `300`.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#pipe-behaviour)

| Rohrleitung | Maximale Durchflussrate |
| --- | --- |
| Pipeline Mk.1 | 300 m³/min |
| Pipeline Mk.2 | 600 m³/min |

> **Warum die Zahl herumspringt:** Die Anzeige der Durchflussrate schwankt ständig, weil Maschinen und Rohre Fluid stoßweise weitergeben statt in einem gleichmäßigen Strom. **Der wahre Durchfluss ist der Mittelwert über die Zeit** – lies die Anzeige ein paar Sekunden lang ab, bevor du ihr glaubst.

Volle Rohre sind glückliche Rohre

> **Was zuerst zu prüfen ist:** Solange das Blasensymbol voll ist, sollten sich Rohre nicht seltsam verhalten. Fast jedes merkwürdige Rohrproblem in dieser Anleitung beginnt mit einem Rohr, das nicht voll ist.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#pipe-behaviour)

Dieselbe Regel erklärt eine Anzeige, die fast alle verwirrt. Ein Wasserextraktor bei `100 %` Taktrate fördert `120 m³/min` – seine Anzeige nennt aber `300 m³/min`, und als Maximum steht dort `600`.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#pipe-behaviour)

- **Maximale Durchflussrate** ist die Geschwindigkeit, mit der Rohre fließen und Maschinen sich leeren können.
- **Durchflussrate** ist die Geschwindigkeit, mit der die Maschine in diesem Moment Fluid ausgibt.
- Rohre versuchen mit voller Geschwindigkeit zu fließen, wenn sie voll sind – und **Maschinen tun das ununterbrochen**. Jedes Mal, wenn eine Maschine Fluid produziert, versucht sie sich so schnell zu leeren, wie das angeschlossene Rohr es zulässt.
- Der Extraktor leert sich also mit `300 m³/min` (dem Limit des Mk.1-Rohrs), bis er leer ist, und wartet dann. Im Mittel gibt er trotzdem seine `120 m³/min` ab. Die `600` sind das, was mit einem Mk.2-Rohr und ohne Ventil dazwischen möglich wäre.

## Druck und Förderhöhe

Rohre kennen zwei Arten von Druck. Nur eine davon ist die Aufmerksamkeit wert.

Die beiden sind Förderhöhe und Arbeitsdruck. Hier geht es nur um die Förderhöhe, denn der Arbeitsdruck lässt sich weder leicht beeinflussen noch leicht bemerken.

- **Die Förderhöhe bestimmt die maximale Höhe, auf die Fluid fließen kann.** Alles andere folgt aus diesem einen Satz.
- Sie wird **durch volle Rohre übertragen** und nimmt dabei **nicht** ab. Eine Pumpe mit `50 m` hat am fernen Ende eines vollen Rohrs immer noch `50 m`.
- Die Ausnahme ist eine **Pumpe ohne Strom**: Sie setzt die Förderhöhe auf ihrer Ausgangsseite auf `0 m`. Ventile blockieren die Förderhöhe nicht.
- Bei der Förderhöhe geht es nur um Höhenunterschiede. **Waagerechte Rohre brauchen sie nicht**, um ihre Durchflussrate zu halten.

> **Gas ist anders:** Gas hat keine Förderhöhe – seine Durchflussrate hängt nur davon ab, wie voll das Rohr ist. Das heißt: **eine Pumpe bringt bei Gas gar nichts**, und auch ein Flüssigkeitsspeicher kann eine Gas-Durchflussrate nicht ausgleichen, denn ein Puffer braucht Förderhöhe, um mit voller Geschwindigkeit auszugeben.

> **Pumpen an flachen Rohren sind trotzdem nützlich:** Eine Pumpe an einer waagerechten Rohrleitung kann sich trotzdem lohnen (nicht bei Gas): Sie **verkürzt die Zeit, die das Fluid bis zum Ziel braucht**. Bei einer Rohrleitung, die durch Senken verläuft, beschleunigt eine Pumpe in jeder Senke das Füllen spürbar.

| Quelle | Förderhöhe | Mit der Toleranz von ~12 % |
| --- | --- | --- |
| Normale Maschinen (Wasserextraktor, Frachtplattform für Flüssigkeiten, …) | 10 m | ≈ 12 m |
| Pipeline-Pumpe Mk.1 | 20 m | ≈ 22 m |
| Pipeline-Pumpe Mk.2 | 50 m | ≈ 55 m |
| Flüssigkeitsspeicher (400 m³) | bis zu 8 m | hängt vom Füllstand ab |
| Industrieller Flüssigkeitsspeicher (2400 m³) | bis zu 12 m | hängt vom Füllstand ab |

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#head-lift)

> **Nicht am Limit bauen:** Geht es über die maximale Förderhöhe hinaus, fällt die Durchflussrate auf `0 m³/min` – nicht „ein bisschen langsamer“, sondern gar nichts mehr. Die `12 %` Toleranz sind eine Messung und keine Planungsreserve: **Bau deine Fabriken so, dass du nicht in der Nähe des Limits landest**.

## Durchfluss planen

Wie viel Rohr braucht es wirklich? Weniger als gedacht – solange das Richtige gezählt wird.

> **Kreuzungen haben kein Durchflusslimit:** Eine Kreuzung – die Pipeline-Kreuzung – ist kein Rohr. Sie kann beliebige Mengen durchlassen; gedeckelt sind nur die **Rohrabschnitte** zwischen den Kreuzungen, bei `300` oder `600 m³/min`. Deshalb kann ein Netz weit mehr bewegen, als in ein einzelnes Rohr passt.

Nimm sechs Maschinen, die je `100 m³/min` brauchen, an Mk.1-Rohr. Speise die Reihe von links mit `300 m³/min` und von rechts mit `300 m³/min` – es funktioniert: Die linken `300` reichen exakt für die ersten drei Abnehmer, die rechten `300` für die anderen drei. Das Rohr in der Mitte wird dabei nicht einmal gebraucht – die beiden Hälften tauschen nie Fluid aus.

Jetzt mach aus jedem Abnehmer `150 m³/min` und speise die Reihe an zwei Punkten in ihrem Inneren. Das sieht nach einem Engpass aus, ist aber keiner: Die Kreuzung in der Mitte zeigt `Ein: 450 / Aus: 450`, während **kein einzelnes Rohr jemals mehr als ****`300`**** trägt**.

Acht Eingänge mit je `100 m³/min` sind zusammen `800 m³/min`. Wie viele Rohre braucht es, um das abzuführen? Drei – und jedes davon trägt `266,66 m³/min`, nicht `300 / 300 / 200`. Rohre streben überall den gleichen Druck an, deshalb verteilt sich der Arbeitsdruck gleichmäßig auf die drei Ausgänge: `800 / 3 = 266,666`.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#flow-management)

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#flow-management)

> **3 × Wasserextraktor : 8 × Kohlegenerator:** Das klassische Verhältnis ist dieselbe Idee. `240 m³/min` kommen vom einen Ende herein (zwei Extraktoren) und `120 m³/min` vom anderen (ein Extraktor), acht Generatoren ziehen je `45 m³/min` – und **nirgendwo überschreitet ein Rohr das Limit von ****`300 m³/min`**.

## Pipeline-Pumpen

Pumpen sind Aufsätze, die den Druck in einer Rohrleitung erhöhen. Schneller fließen lassen sie es nicht.

Eine Pumpe – eine Pipeline-Pumpe Mk.1 oder eine Pipeline-Pumpe Mk.2 – erhöht die Förderhöhe, sonst nichts. Sie steigert **nicht** die Durchflussrate, und an Rohrleitungen, die nie nach oben führen, wird sie **nicht** gebraucht.

![Zwei Pumpenaufsätze, an Rohrabschnitten montiert](/img/wiki/pipeline-manual/pumps-mk1-mk2.webp)

Pipeline-Pumpe Mk.1 – 20 m Förderhöhe (max. 22 m) · Pipeline-Pumpe Mk.2 – 50 m Förderhöhe (max. 55 m)

- Sie **verhindern Rückfluss** – Pumpen arbeiten nur in eine Richtung.
- Sie **erzeugen einen blauen Hologrammring**, der dort endet, wo ihre Förderhöhe endet. Der Ring reicht höchstens `100 m` weit, an einer langen diagonalen Rohrleitung ist sein Ende deshalb womöglich nicht zu sehen.
- Sie haben **kein eigenes Durchflusslimit**; mit Mk.1- und Mk.2-Rohren arbeiten sie gleichermaßen.
- Sie **rasten am Hologrammring anderer Pumpen ein**, was das Verteilen über einen langen Anstieg einfach macht.
- Die Förderhöhe einer Pumpe **stapelt sich nicht** mit der einer zweiten – **wohl aber** mit der Förderhöhe, die hinter der Pumpe durch Schwerkraft zurückgewonnen wird.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#pumps)

- Die Förderhöhe wird **ab der Mitte des Rohrs oder der Pumpe** gemessen, und immer **nach oben** – nie nach unten. Fluide fließen von allein abwärts; sie müssen nicht geschoben werden.
- Die **Ausgangsseite trägt immer den gestreiften Ring**. Wer nicht sicher ist, wohin eine Pumpe zeigt, sucht die Streifen.
- Eine Pumpe an einem flachen, waagerechten Rohr zeigt etwa `1,5 m` Förderhöhe an. Das ist der Grunddruck, kein Fehler.
- Pumpen wirken auch, **wenn sie im waagerechten Teil** einer Rohrleitung sitzen – das Fluid steigt, sobald das Rohr nach oben führt.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#pumps)

## Flüssigkeitsspeicher

Puffer speichern Fluid – und, weniger offensichtlich, sie erzeugen eine Förderhöhe, die von ihrem Füllstand abhängt.

| Puffer | Kapazität | Höhe | Anschlusshöhe |
| --- | --- | --- | --- |
| Flüssigkeitsspeicher | 400 m³ | 8 m | 1,5 m |
| Industrieller Flüssigkeitsspeicher | 2400 m³ | 12 m | 1,5 m |

Um einen Puffer zu **füllen**, muss das angeschlossene Rohr eine Förderhöhe in Höhe des Puffers liefern: `8 m` beim kleinen, `12 m` beim industriellen. Die `10 m` einer Maschine füllen einen kleinen Puffer, einen industriellen nicht.

Was ein Puffer **zurückgibt**, ist proportional zum Fluid in seinem Inneren. Ein halb voller industrieller Puffer erzeugt `6 m` Förderhöhe, ein halb voller kleiner `4 m`.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#buffers)

> **Die 1,5-m-Grenze am Ausgang:** Füllen und Leeren eines Puffers hat einen kleinen Haken: **Solange er keine ****`1,5 m`**** Förderhöhe hat, gibt er nicht so schnell aus, wie er befüllt wird**. Speise einen leeren kleinen Puffer mit `300 m³/min`, und eine ganze Weile kommt auf der anderen Seite fast nichts heraus. Er braucht etwa `75 m³` im Inneren – der industrielle Puffer rund `300 m³` –, bis er diese `1,5 m` erreicht und mit dem Eingang mithalten kann.

Puffer, die miteinander verbunden sind, versuchen sich gegenseitig auszugleichen. **In Reihe** führt das zu kräftigem Hin- und Herschwappen; **parallel** löst sich das seltsame Schwappen weitgehend auf.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#buffers)

> **Wo Puffer sich lohnen:** Ihr Haupteinsatz sind Produktionslinien, deren **Ausstoß sehr unregelmäßig ist oder stark schwankt** – eine Frachtplattform für Flüssigkeiten ist der offensichtliche Fall. Dazu kommen speziellere Aufgaben in den Regelschaltungen aus Kapitel 03.

## Ventile

Ventile tun zwei Dinge: Sie stoppen Rückfluss, und sie deckeln die Durchflussrate eines Rohrs.

- Ein Ventil – das Ventil – ist ein Rohraufsatz, der **keinen Rückfluss zulässt** und es möglich macht, **die Durchflussrate des Rohrs zu begrenzen**.
- Das Limit stellst du über den Regler ein oder tippst eine Zahl ein – **mit Enter bestätigen**.
- Ventile haben einen kleinen Anzeigefehler: Die Durchflussrate, die sie zeigen, ist ungenau. Richtig eingesetzt erledigen sie ihre Aufgabe trotzdem.

Der Haken ist derselbe wie überall in dieser Anleitung. Wenn der Druck im Rohr nicht groß genug ist – also wenn das Rohr nicht voll ist –, **gibt ein Ventil weniger aus als das eingestellte Limit**. Das Beispiel aus dem Handbuch: `240 m³/min` kommen an, das Ventil steht auf `120`, und heraus kommen nur `60 m³/min`. Sobald das Rohr voll und der Druck zurück ist, lässt das Ventil seine `120` durch.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#valves)

> **Nie einen Zweig ohne Limit lassen:** Teile `300 m³/min` auf zwei Zweige auf und setze nur in einen davon ein Ventil mit `150`, dann läuft der größte Teil des Fluids durch das Rohr **ohne** Ventil – das Handbuch hat dort `200` gemessen, gegen `100` durch das Ventil. Wenn sich der Durchfluss auf mehrere Rohre verteilt, muss der **Eingangsdurchfluss der Summe der Durchflusslimits entsprechen**, und jeder Zweig bekommt sein eigenes Ventil.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#valves)

> **Ventile in Reihe kosten Zeit, nicht Durchsatz:** Mehrere Ventile hintereinander haben dasselbe Problem: Solange das Rohr auf der **Eingangsseite** eines Ventils nicht voll ist, gibt es nicht mit der eingestellten Rate aus. Häng drei Ventile mit `120` hintereinander, und ein frisches Netz pendelt sich eine Zeit lang bei rund `90 m³/min` ein. Am Ende kommt es an – sind die Rohre voll, gibt das Netz wie gewünscht seine `120 m³/min` aus –, aber die zusätzlichen Ventile bringen nur Verzögerung.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#valves)

> **Netze an den vollen 600 m³/min:** Bei Rohrnetzen, die `600 m³/min` in einer Rohrleitung führen, passiert diese Umkehr **schon an der allerersten Kreuzung**, mit oder ohne Ventile, und sie ist der Grund, warum solche Netze plötzlich Durchflussrate verlieren: Fluid fließt zurück in die Kreuzung und unterbricht den Eingang. Der einzige verlässliche Ausweg ist, **die volle Rohrkapazität nicht auszureizen**.

## Fehlersuche

Rohrprobleme fallen in drei Familien. Arbeite sie der Reihe nach ab – die späteren sind deutlich schwerer zu erkennen.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#troubleshooting)

> **Zwei Dinge, die leicht übersehen werden:** Staut sich **ein Ausgang einer Maschine mit mehreren Ausgängen**, produziert die Maschine gar nichts mehr – eine Raffinerie mit blockiertem Wasserausgang stellt auch ihr Hauptprodukt nicht mehr her. Und Fluid lässt sich jederzeit löschen, indem man es in den Papierkorb im Inventar zieht; das ist der schnellste Weg, einen Testaufbau wieder flottzumachen.

> **Spülen gezielt einsetzen:** Die Funktion **Spülen (Flush)** leert einen Rohrabschnitt. Genau das macht sie zum Messinstrument: spülen, dann beobachten, wie sich der Abschnitt füllt und bei welcher Durchflussrate er sich einpendelt. Ergibt die Zahl danach immer noch keinen Sinn, liegt die Ursache in einer anderen Lektion.

## Manifolds

Ein Manifold ist jede Anordnung aus Rohren und Kreuzungen, die in Reihe verbunden sind. Weil Rohre und Kreuzungen in beide Richtungen arbeiten, gleicht sich ein Manifold am Ende selbst aus.

Genau dieser Selbstausgleich macht Manifolds attraktiv: eine Reihe Maschinen bauen, ein Zulaufrohr daran vorbeiführen – die Verteilung regelt das Netz selbst. So einfach das klingt, es gibt Regeln, die darüber entscheiden, ob es gut oder schlecht funktioniert.

1. **Das Zulaufrohr auf Höhe der Maschineneingänge oder darüber bauen:** Niemals darunter. Die Förderhöhe ist für jedes Rohr im Netz gleich, ein tief liegendes Zulaufrohr muss also erst das ganze Netz auf denselben Fluidstand heben, bevor eine einzige Maschine versorgt wird.
2. **Die Maschinen vorbefüllen:** Ein Maschineneingang fasst `50 m³` Fluid. Sorge dafür, dass er voll ist – ein voller interner Speicher heißt, dass die Maschine nur noch so viel verbraucht, wie sie wirklich braucht.
3. **Bleiben Probleme, das Netz zu einer Schleife schließen:** Eine Schleife speist von beiden Enden ein und vermeidet Verluste. Sie löst außerdem das Rückfluss-Problem aus Wissensfrage 3.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#manifolds)

> **Warum ein tief liegendes Zulaufrohr ineffizient ist:** Keine Maschine wird versorgt, bis das gesamte Rohrnetz denselben Fluidstand erreicht hat. Das eigentliche Problem kommt danach: **Sobald dieser Stand sinkt, bekommt keine Maschine mehr genug Fluid** – sie hungern alle gemeinsam statt nacheinander.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#manifolds)

> **Wie viel davon braucht es?:** Die meisten dieser Maßnahmen sind für Rohrnetze nötig, die an der **maximalen Durchflussrate von ****`600 m³/min`** laufen. Darunter funktioniert ein schlichtes Manifold mit dem Zulaufrohr auf der richtigen Höhe meistens einfach.

## Nebenprodukte zurückführen

Manche Prozesse – Aluminium vor allem – liefern ein flüssiges Nebenprodukt, das irgendwohin muss. Es direkt zurückzuspeisen ist der naheliegende Zug, und es ist eine Falle.

Die einfache Aluminiumverarbeitung: `120/min` Bauxit und `180 m³/min` Wasser gehen in die erste Raffinerie, die daraus `120 m³/min` Aluminiumoxidlösung und `50/min` Quarzsand macht. Die zweite verwandelt diese Aluminiumoxidlösung und `60/min` Kohle in `180/min` Aluminiumschrott – **und ****`60 m³/min`**** ****Wasser**.

Die meisten Pioniere versuchen, dieses Wasser zurück in die erste Raffinerie zu speisen. Ohne zusätzliche Arbeit verstopft dabei die zweite Raffinerie: Die Kreuzung vor der ersten Raffinerie führt jetzt `240 m³/min` – `180` frische plus `60` zurückgeführte – in einen Eingang, der nur `180` annimmt.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#byproducts)

> **Es gibt einen fünften Weg:** Eine Spezialschaltung löst das ebenfalls, ohne irgendwo untertakten zu müssen: Die **Kreuzung mit variabler Eingangspriorität** aus Kapitel 03 gibt dem zurückgeführten Wasser Vorrang vor dem frischen und drosselt die Extraktoren automatisch.

## Durchfluss-Filter

Zwei kleine Bauten, die eine springende Durchflussrate glätten, damit sie überhaupt ablesbar wird.

Das sind eigentlich keine „Schaltungen“ – es sind Rohrbauten –, aber so lässt sich leichter über sie sprechen. Beide lassen das **Ventillimit unangetastet**: Sie ändern, wie gleichmäßig der Durchfluss ist, nicht wie viel davon da ist. Wirkt eine Schaltung unruhig, setz Pumpen an ihren Ein- und Ausgang.

![Beispielbau Durchfluss-Ausgleicher: ein Flüssigkeitsspeicher über einer Rohrstrecke mit einem Ventil zwischen zwei Kreuzungen](/img/wiki/pipeline-manual/build-equalizer.webp)

Durchfluss-Ausgleicher – Beispielbau

Der **Durchfluss-Ausgleicher** verringert Schwankungen der Durchflussrate. Er speichert Fluid, wenn zu viel da ist, und gibt es ab, wenn zu wenig da ist. Im Beispiel des Handbuchs kommt ein Rohr, das zwischen `30` und `150 m³/min` schwankt, mit `65` bis `115 m³/min` heraus.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#flow-filters)

![Beispielbau Durchfluss-Kompensator: zwei Flüssigkeitsspeicher, die mit einem Ventil in eine Rohrstrecke eingebunden sind](/img/wiki/pipeline-manual/build-compensator.webp)

Durchfluss-Kompensator – Beispielbau

Der **Durchfluss-Kompensator** ist ein verbesserter Ausgleicher – man könnte ihn Ausgleicher Mk.2 nennen. Er dämpft Schwankungen noch stärker, ist dafür aber **deutlich langsamer und etwas instabil**. Dasselbe Rohr mit `30` bis `150 m³/min` verlässt ihn mit etwa `90 m³/min`. Selbst die sehr sprunghaften Mk.2-Rohre, die oft heftig schwanken, lassen sich damit bändigen.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#flow-filters)

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#flow-filters)

> **Wofür sind sie eigentlich gut?:** Vor allem für Ordnung. Wer ein schwankendes Rohr findet, stabilisiert es mit einem der beiden und kann die tatsächliche Durchflussrate gut ablesen – bei der Fehlersuche in einem Netz ist das viel wert.

## Kreuzungen mit variabler Priorität

Zwei Bauten, die aus einer schlichten Kreuzung ein Prioritätsbauteil machen: einer für Eingänge, einer für Ausgänge.

![Beispielbau Kreuzung mit variabler Eingangspriorität: zwei gepumpte Eingänge auf verschiedenen Höhen münden in gestapelte Kreuzungen](/img/wiki/pipeline-manual/build-vip.webp)

Kreuzung mit variabler Eingangspriorität [VIP] – Beispielbau

Die **VIP** priorisiert den untersten Eingang. Das Rohr ganz unten fließt frei, während die darüber blockiert sind – es sei denn, der Ausgang lässt mehr Durchfluss zu. **Denk daran, die Pumpen mit Strom zu versorgen.** Für mehr Prioritätsstufen erweiterst du die VIP nach oben um weitere Eingänge; das Minimum sind 2 Eingänge und 1 Ausgang.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#priority-junctions)

![Beispielbau Kreuzung mit variabler Ausgangspriorität: ein gepumpter Eingang versorgt drei gestapelte Kreuzungen mit Ventilen](/img/wiki/pipeline-manual/build-vop.webp)

Kreuzung mit variabler Ausgangspriorität [VOP] – Beispielbau

Die **VOP** priorisiert den untersten Ausgang. Sie füllt zuerst das Ausgangsrohr ganz unten; ist das voll, füllt sie das nächste darüber. Im Kern ist sie eine erweiterte Überlaufkreuzung. Ventillimits an den Zweigen legen den gewünschten Durchfluss je Rohr fest. Für mehr Stufen erweiterst du sie nach oben; das Minimum sind 1 Eingang und 2 Ausgänge.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#priority-junctions)

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#priority-junctions)

> **Sie lassen sich kombinieren:** Beide Schaltungen lassen sich zu einer zusammenbauen, für **Eingangs- und Ausgangspriorität zugleich** – die übliche Form für einen Raffinerieblock, der zugleich ein Nebenprodukt zurückführt und mehrere Abnehmer der Reihe nach versorgt.

## Tricks mit der Förderhöhe

Drei Bauten, die die Förderhöhe als Mechanismus nutzen statt als Einschränkung.

![Beispielbau Überlaufkreuzung: ein gepumptes Rohr erreicht eine Kreuzung, ein Zweig läuft geradeaus weiter, einer über eine kleine Erhebung](/img/wiki/pipeline-manual/build-overflow.webp)

Überlaufkreuzung – Beispielbau

Die **Überlaufkreuzung** leitet jeden Durchfluss ab, der nicht in das untere Rohr passt. Aktiv wird sie erst, wenn sich der untere Ausgang staut – dann läuft der Überschuss über einen kleinen „Hügel“ von etwa `8 m` Höhe. Die Pumpe ist da, um dem Fluid unter allen Umständen genug Förderhöhe für diese Erhebung zu geben; sie lässt den Überlauf nicht früher einsetzen.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#head-lift-tricks)

![Beispielbau Wasserturm: ein Flüssigkeitsspeicher hoch oben auf einem Turm, mit einem Rohr, das zu ihm hinaufsteigt](/img/wiki/pipeline-manual/build-water-tower.webp)

Wasserturm – Beispielbau

Der **Wasserturm** ist ein Flüssigkeitsspeicher viele Meter über dem Boden. Jedes Rohr, das darunter angeschlossen ist, kommt **ohne Pumpen** aus, solange es unterhalb des Puffers bleibt. Das Ventil auf `0 m³/min` im Diagramm hält den Turm voll: Ohne es müsste der Turm ständig nachgefüllt werden.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#head-lift-tricks)

![Beispielbau Zweiwegepumpe: eine Pumpe an einem senkrechten Rohr mit je einer Kreuzung darüber und darunter](/img/wiki/pipeline-manual/build-two-way-pump.webp)

Zweiwegepumpe – Beispielbau

Die **Zweiwegepumpe** lässt Fluid nach oben und nach unten laufen. Sie gibt dem angeschlossenen Rohr die Förderhöhe zum Aufsteigen, **verhindert aber keinen Rückfluss**. Damit ist sie ein guter Partner für den Wasserturm – und es heißt zugleich, dass Fluid bei einem Stromausfall rückwärts laufen kann, was manchmal genau das Gewünschte ist und manchmal nicht.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#head-lift-tricks)

## Beispiellösungen

Vier angewandte Beispiele, die die Schaltungen dieses Kapitels in die Praxis bringen.

[Interaktives Beispiel](/de/guides/pipeline-manual#sample-solutions)

> **Es gibt noch mehr davon:** Das sind die nützlichsten Spezialschaltungen. Ein paar weitere gibt es, aber sie sind für die allgemeinen Fabrikzwecke von FICSIT-Pionieren nicht praktikabel.

## Glossar

Das Vokabular dieser Anleitung, an einem Ort.



## Quelle und Credits

Woher diese Anleitung stammt und was wir geändert haben.



### Ein Rohr führt in drei Abschnitten eine Felswand hinauf. In welcher Reihenfolge füllen sich A, B und C?

- A – der unterste Abschnitt
- B – der mittlere Abschnitt
- C – der oberste Abschnitt

Die Reihenfolge ist **A, dann B, dann C** – von unten nach oben, und dafür sorgt die Schwerkraft.

Ein Rohr fließt immer zuerst nach unten, wenn es kann, und baut erst dann genug Druck auf, um Fluid höher zu drücken, wenn sein eigenes Volumen voll ist. Solange A nicht vollständig gefüllt ist, reicht der Druck nicht für B – und für C erst recht nicht.

Das ist dieselbe Regel wie „volle Rohre sind glückliche Rohre“, nur von der Seite betrachtet: Ein leeres Netz füllt sich von unten nach oben, und jeder Abschnitt oberhalb des aktuellen Fluidstands bleibt trocken, bis der darunter fertig ist.

### Eine Rohrleitung hat zwei Buckel: Der erste ist `18 m` hoch, der zweite `22 m`. Die Pumpe sitzt `9 m` hoch am ersten Rohr. Reicht das für beide?

- Ja – eine Pumpe reicht für beide Buckel
- Nein – 22 m sind mehr, als eine Mk.1-Pumpe heben kann
- Nur für den ersten Buckel; der zweite braucht eine zweite Pumpe

Ja, und mit reichlich Reserve: Die Pumpe muss nur **13 m** Förderhöhe liefern.

Die Förderhöhe einer Pumpe stapelt sich nicht mit der einer zweiten Pumpe – wohl aber **mit der Höhe, die die Schwerkraft hinter der Pumpe zurückgibt**. Die Pumpe sitzt `9 m` hoch und hebt das Fluid die restlichen `9 m` bis zur Kuppe des ersten Buckels – das ist der erste Anstieg.

Danach geht das Rohr wieder abwärts. Die Schwerkraft gibt diese Höhe gratis zurück, für den Abstieg wird also nichts verbraucht. Von der Kuppe des ersten Buckels aus liegt der zweite nur `4 m` höher – das ist der zweite Anstieg.

`9 m + 4 m = 13 m`. Eine Pipeline-Pumpe Mk.1 liefert `20 m`, sie schafft also beide Buckel und hat noch Luft nach oben.

### Eine Rohrleitung versorgt eine Maschine, mit einem Ventil auf der Eingangsseite gegen Rückfluss. Die Maschine füllt sich, und das Eingangsrohr auch. Was passiert am Ventil?

- Alles bleibt einfach stehen – das Ventil hält das Fluid zurück
- Der Fluss scheint sich umzukehren: Fluid läuft scheinbar vom Ausgang des Ventils zurück zu seinem Eingang
- Das Ventil lässt das Ausgangsrohr zurück ins Netz leerlaufen

Stell dir das Ventil als ganz gewöhnliches Rückschlagventil vor: eine Tür im Rohr, die sich nur in eine Richtung öffnet.

Das Ausgangsrohr des Ventils füllt sich. Sobald es voll ist, kann das Ventil kein weiteres Fluid mehr hindurchdrücken.

Damit sind beide Seiten des Ventils voll – und Fluid will sich immer bewegen. Wenn es nach vorne nicht mehr weitergeht, geht die Bewegung in die andere Richtung, ein bisschen wie bei zwei Körpern, die zusammenstoßen und voneinander abprallen.

Von außen sieht es so aus, als bewege sich Fluid **von der Ausgangsseite des Ventils zurück Richtung Eingang**. Das Ventil ist nicht undicht; so sieht ein vollständig gefülltes, blockiertes Rohr aus.

### Problem mit der Verbindung

Eine fehlende oder schlechte Verbindung – von den dreien am billigsten zu beheben, und es lohnt sich, sie zuerst auszuschließen.

- Ein Rohr, das angeschlossen aussieht, es aber nicht ist. Das klassische Bild: ein volles Rohr, ein völlig gesund wirkender Eingang – und das Rohr auf der anderen Seite der Verbindung irgendwie leer.
- Bau die Rohre rund um die Verbindung neu. Das ist das eine Rohrproblem, das das Handbuch durch Löschen und Ersetzen löst statt durch Messen.

### Problem mit der Förderhöhe

Meist verursacht dadurch, dass die `10 m` einer Maschine überschätzt werden, oder durch eine schlecht platzierte Pumpe.

- Mit mehr als den `10 m` Förderhöhe rechnen, die eine normale Maschine erzeugt.
- Eine Pumpe an einer Stelle, an der sie nicht helfen kann. Die Förderhöhe wird ab der Mitte der Pumpe gemessen, und immer nur nach oben.
- Überschreitet die Pumpe ihre Förderhöhe nicht, kann **das Rohr unter ihr** die Ursache sein.
- Setz die Pumpen an gute Stellen und bau bei Bedarf mehr davon.
- Prüfe, was die Quelle wirklich liefert und wie hoch das Rohr tatsächlich steigen muss – genau dafür ist der Rechner aus Lektion 2 da.
- Spüle das Netz. Das hilft, Rohre zu finden, die früher funktioniert haben und jetzt versagen.
- Wird eine Pumpe an eine Rohrleitung gerastet, bleibt ein Stück Rohrleitung **in der Pumpe** stecken. Bau dieses Stück neu, um es zu verkürzen.

### Problem mit der Durchflussrate

Der komplizierte Fall. Geh ihn erst an, wenn sicher ist, dass es weder an der Verbindung noch an der Förderhöhe liegt.

- Rohre haben ein Volumen und brauchen Zeit, um sich zu füllen. **Ein Rohr, das nicht voll genug ist, hat nicht dieselbe Durchflussrate wie das Rohr, das es speist.**
- Die Rechnung stimmt nicht – eine Maschine braucht oder produziert etwas anderes als angenommen.
- Ein Ausgang einer Maschine mit mehreren Ausgängen hat sich gestaut, deshalb produziert die Maschine gar nichts mehr.
- Gib dem Netz Zeit, sich zu füllen, und miss dann erneut.
- Rate nicht, wie viel eine Maschine braucht oder produziert. Schau nach.
- Miss die Durchflussrate an mehreren Punkten entlang der Rohrleitung, damit sich eingrenzen lässt, wo das Problem beginnt.
- Bevorzuge kurze Rohrnetze. Fluide in der Nähe ihrer Quelle zu verarbeiten ist immer einfacher.
- Spüle einen Abschnitt, um ihn zurückzusetzen, und beobachte, wie er sich füllt – ergibt die Zahl dann immer noch keinen Sinn, gehört die Ursache in eine andere Lektion.

### Den Wasserextraktor untertakten und mit einem Ventil begrenzen

Instabil. Lass die Extraktoren mit `120 m³/min` statt `180` laufen und setz zur Sicherheit ein Ventil mit `120 m³/min` dahinter; die `60 m³/min`, die zurückkommen, füllen die Differenz auf. Das funktioniert nur, solange **jede Maschine mit 100 % Effizienz läuft** – sonst ist es sehr instabil.

### Einen Teil der Raffinerien fest auf das Nebenprodukt Wasser setzen

Am stabilsten. Teile den Block auf: Ein Teil der Raffinerien läuft mit frischem Wasser, der andere **ausschließlich** mit dem Wasser, das zurückkommt. Im Beispiel des Handbuchs versorgen `360 m³/min` frisches Wasser das eine Paar, während die `180 m³/min` Nebenprodukt das andere speisen. Das Handbuch nennt das die stabilste Lösung.

### Das Wasser in andere Maschinen leiten

Praktisch. Wasser ist auch anderswo nützlich, und ein Kohlegenerator ist die naheliegende Senke. Das Nebenprodukt verlässt damit den Aluminiumkreislauf ganz, statt in ihm ausbalanciert werden zu müssen.

### Das Wasser verpacken und in die Senke geben

Am schlechtesten. Es funktioniert – und es kostet eine Umfüllanlage, leere Kanister, Strom und Bandkapazität, um eine Ressource wegzuwerfen, die man geschenkt bekommen hat. Das Handbuch nennt das die schlechteste Lösung.

### Wasserstau in der Aluminiumverarbeitung mit einer VIP-Kreuzung lösen

Die zweite Raffinerie gibt `60 m³/min` Wasser zurück, während die erste `120 m³/min` Aluminiumoxidlösung zu Aluminiumschrott verarbeitet. Eine VIP-Kreuzung gibt dem zurückgeführten Wasser Vorrang, sodass die Frischwasserleitung auf den Rest gedrosselt wird – `<180 m³/min` – und sich nichts staut.

### Erst den Treibstoffgenerator versorgen, dann die Umfüllanlage füllen

Eine Überlaufkreuzung schickt alles zuerst zum Treibstoffgenerator. Nur was er nicht annehmen kann, läuft weiter zur Umfüllanlage, wo daraus Jetpack-Treibstoff wird.

### Den Treibstoffgenerator durch Fluten der Rohre füllen

Eine VOP-Kreuzung, deren Ventillimits auf `600 m³/min` stehen, füllt zuerst Reihe 1 vollständig, dann Reihe 2, dann Reihe 3. Fluten ist hier kein Problem: Die Generatoren sind die einzigen Abnehmer, ein volles Rohr ist also genau das Gewünschte.

### Mit einem Wasserturm viele Rohre auf einmal versorgen

Ein einziger erhöhter Puffer liefert jedem Zweig darunter Förderhöhe, sodass eine ganze Reihe Kreuzungen und Maschinen ohne eine einzige eigene Pumpe auskommt.

- **Durchflussrate:** Wie viel Fluid sich gerade durch ein Rohr bewegt, in m³/min. Der Wert schwankt; der wahre Wert ist der Mittelwert über die Zeit.

- **Maximale Durchflussrate:** Die Obergrenze eines Rohrs oder eines Maschinenausgangs: 300 m³/min am Mk.1-Rohr, 600 m³/min am Mk.2. Eine Maschine leert sich mit dieser Geschwindigkeit, wann immer sie kann.

- **Aktuelle Menge:** Das Innenvolumen eines Rohrs – das Blasensymbol in seiner Oberfläche. Wie voll es ist, entscheidet darüber, wie schnell es fließen kann und ob es Förderhöhe überträgt.

- **Förderhöhe (Head Lift):** Die maximale Höhe, auf die Fluid gedrückt werden kann, in Metern. Wird durch volle Rohre ohne Verlust übertragen; gemessen ab der Mitte eines Rohrs oder einer Pumpe, ausschließlich nach oben.

- **Arbeitsdruck:** Die zweite Druckart in einem Rohr. Er verteilt sich gleichmäßig auf die Ausgänge eines Netzes, weshalb 800 m³/min auf drei Rohre je 266,66 ergeben. Nicht direkt beeinflussbar.

- **FluidBox:** Der interne Fluidbehälter eines Rohrs, einer Maschine oder eines Puffers. Alles in dieser Anleitung ist im Kern eine Aussage darüber, wie voll irgendeine FluidBox ist.

- **Pipeline-Kreuzung:** Der vierarmige Rohrverbinder. Er hat kein eigenes Durchflusslimit – gedeckelt sind nur die Rohrabschnitte um ihn herum.

- **Pipeline-Pumpe Mk.1 / Pipeline-Pumpe Mk.2:** Ein Rohraufsatz, der die Förderhöhe erhöht (Mk.1: 20 m, Mk.2: 50 m), Rückfluss verhindert und kein Durchflusslimit hat. Die Durchflussrate erhöht er nie.

- **Ventil:** Ein Rohraufsatz, der Rückfluss blockiert und die Durchflussrate auf ein eingestelltes Limit deckelt. Dieses Limit erreicht er erst, wenn sein Eingangsrohr voll ist.

- **Flüssigkeitsspeicher:** Ein Speichertank: 400 m³ und 8 m hoch oder 2400 m³ und 12 m hoch. Er erzeugt Förderhöhe im Verhältnis zu seinem Füllstand.

- **Manifold:** In Reihe verbundene Rohre und Kreuzungen, die eine Reihe Maschinen versorgen. Weil Rohre in beide Richtungen arbeiten, gleicht sich ein Manifold selbst aus.

- **VIP – Kreuzung mit variabler Eingangspriorität:** Ein Bau, der den untersten von mehreren Eingängen bevorzugt; die oberen fließen nur, wenn am Ausgang noch Kapazität frei ist.

- **VOP – Kreuzung mit variabler Ausgangspriorität:** Ein Bau, der den untersten von mehreren Ausgängen zuerst füllt und erst zum nächsten darüber wechselt, wenn dieser sich gestaut hat.

- **Überlaufkreuzung:** Eine Kreuzung, deren einer Ausgang hinter einer kleinen Erhebung liegt, sodass nur der Durchfluss darüber abgeleitet wird, der nicht in den Hauptausgang passt.

- **Spülen (Flush):** Die Funktion, die einen Rohrabschnitt leert. Nützlich als Messwerkzeug: spülen, dann beobachten, wie sich der Abschnitt wieder füllt.

## Quelle und Credits

The FICSIT Inc. Plumbing Manual: A Guide to Pipelines

„Das sind nur die nützlichsten Spezialschaltungen. Es gibt noch ein paar mehr, aber sie sind für die allgemeinen Fabrikzwecke von FICSIT-Pionieren nicht praktikabel.“

„Hoffentlich konnte dieses Handbuch dabei helfen, ein paar deiner Fabrikprobleme zu lösen oder ein paar deiner Fragen zu beantworten.“

SatisfactoryBase ist nicht der Autor dieses Handbuchs. Wir haben seinen Text neu geschrieben, damit er sich wie eine Anleitung liest und nicht wie eine Präsentation, jedes Diagramm als responsives SVG neu gebaut und die durchgerechneten Beispiele in Rechner und Wissensfragen verwandelt. Der fachliche Inhalt – jede Regel, jeder Wert und jede Schlussfolgerung – stammt aus dem Handbuch.
