Förderbänder & Rohre behandelt den Rohrdurchsatz, die Tabelle zur Förderhöhe und die grundlegenden Regeln gegen das Schwappen. Diese Seite geht eine Ebene tiefer: wie sich die Förderhöhe tatsächlich durch ein Netz fortpflanzt und was die beiden Gebäude leisten, an denen jede Flüssigkeitskette beginnt – Wasserextraktor und Umfüllanlage.
Wasserextraktor
Der
Wasserextraktor wird mit Tier 3 – Kohleenergie freigeschaltet und liefert bei 100 % 120 m³/min (bis zu 300 m³/min bei 250 % Taktrate) bei 20 MW (67,2 MW bei 250 %). Er braucht mindestens 9 m Wassertiefe – viele Flüsse sind zu flach – und eine Grundfläche von 25 × 25 m; anders als Erzvorkommen sind Wasserflächen unbegrenzt und haben keine Reinheit. Wer keinen in einen See setzen möchte: Wasser-Rohstoffquellen (8 Quellen, bis zu 55 Satellitenextraktoren, zusammen bis zu 13 125 m³/min) und das Nebenprodukt Wasser aus Rezepten wie Aluminiumschrott oder Unspaltbarem Uran sind Alternativen.
Umfüllanlage
Die Umfüllanlage (10 MW, je ein Band- und ein Rohranschluss pro Richtung, 10 m Förderhöhe, Tier 5 – Flüssigkeitsverpackung) verwandelt eine Flüssigkeit in einen festen Gegenstand für Band oder Zug – und wieder zurück. Die Standardrezepte zum Ab- und Umfüllen laufen mit 60 m³/min (Wasser wird mit 2 m³ je 2 s abgefüllt); verarbeitet werden Wasser, Öl, Schwerölrückstand, Treibstoff, Turbotreibstoff, Raketentreibstoff, Ionisierter Treibstoff, Flüssiger Biotreibstoff, Aluminiumoxidlösung, Schwefelsäure, Salpetersäure und Stickstoffgas. Leere Kanister (Flüssigkeiten) und leere Flüssigkeitstanks (Gase) kommen beim Entpacken zurück, eine Kanisterschleife über ein Band hält die Abfülllinie also autark.
Wie sich die Förderhöhe wirklich fortpflanzt
Die Förderhöhe ist kein netzweiter Wert – sie wird je gefülltem Rohrabschnitt geführt, und ein paar Regeln erklären Verhalten, das sonst wie ein Fehler aussieht:
- Kreuzungen teilen den Durchfluss, nicht die Förderhöhe. Eine Pipeline-Kreuzung gibt jedem Ausgang die volle Förderhöhe ihres Eingangs; nur die Durchflussrate verteilt sich auf die offenen Ausgänge. Führt eine Kreuzung dagegen mehrere Eingänge zusammen, gilt für das gesamte Netz dahinter die höchste Förderhöhe unter den Quellen – im Prinzip kann ein einzelner hoch platzierter, voller Flüssigkeitsspeicher mehrere darunterliegende Wasserextraktoren ohne Pumpen „anheben“, auch wenn das eher ein Exploit als beabsichtigtes Design ist. Eine Kreuzung selbst hat keine Durchflussgrenze (zwei Mk.2-Eingänge können sich zu 1 200 m³/min vereinen), mehr als 300 m³/min aus Extraktoren brauchen also unabhängig von der Kreuzung ein Mk.2-Rohr.
- Pumpen setzen die Förderhöhe zurück, sie addieren sie nicht. Eine zweite Pumpe innerhalb der Reichweite der ersten stapelt sich nicht darauf – sie setzt den Druck auf ihre eigenen 20 m (Mk.1) bzw. 50 m (Mk.2) ab ihrer eigenen Position zurück. Eine stromlose Pumpe lässt Flüssigkeit weiterhin in eine Richtung durch, aber mit 0 m Förderhöhe, wirkt also als einfaches Rückschlagventil.
- Abschnitte brauchen Förderhöhe in Höhe ihres senkrechten Anstiegs, und nur vollständig gefüllte Abschnitte geben den Druck überhaupt weiter. Knapp oberhalb des „tatsächlichen“ Werts eines Gebäudes bricht der Durchfluss abrupt ein; etwa 2 m weiter hört er ganz auf. Die Förderhöhe ist unabhängig von der Durchflussrate, und Gase ignorieren sie vollständig.
- Pumpen, Ventile und Kreuzungen, die direkt auf einem Rohr sitzen (nicht auf einer Stütze), können dem kurzen Rohrstück im Bauteil selbst rund 1 m³/min Durchsatz kosten.
| Quelle | Förderhöhe |
|---|---|
| Wasserextraktor, Ölpumpe, Quellenextraktor | 10 m |
| Ausgang von Raffinerie, Mixer, Umfüllanlage | 10 m |
| Flüssigkeitsspeicher (voll) | 8 m (anteilig bei Teilfüllung) |
| Industrieller Flüssigkeitsspeicher (voll) | 12 m (anteilig) |
| Pipeline-Pumpe Mk.1 | 20 m (in der Praxis bis ≈ 22–23 m), 4 MW |
| Pipeline-Pumpe Mk.2 | 50 m (in der Praxis bis ≈ 55–57 m), 8 MW |
Ventile
Ein Ventil begrenzt den Durchfluss stufenlos von 0,0 bis 600,0 m³/min in 0,1er-Schritten und lässt Flüssigkeit nur in eine Richtung durch, wie ein einstellbares Rückschlagventil. Anders als eine Pumpe blockiert ein Ventil die Förderhöhe nicht, selbst wenn seine Grenze auf 0 steht – es drosselt nur den Durchsatz und lässt mehr durch, wenn der Druck dahinter höher ist. Typische Einsätze: Rückfluss in einem Manifold stoppen, einen Verbraucher bevorzugen (etwa Wasser für ein Kraftwerk vor Nebenverbrauchern) oder eine Nebenproduktleitung bewusst drosseln.
Ein Rohr lesen: der Durchflussanzeiger
Jeder gerade Rohrabschnitt ab 6 m zeigt einen Durchflussanzeiger: Die Färbung sagt, welche Flüssigkeit darin ist, der Abstand zwischen den Ringen zeigt den Füllstand, und ein Puls pro Sekunde zeigt Fließrichtung und ungefähre Geschwindigkeit. Die im AWESOME-Shop erhältlichen „glatten“ Rohrvarianten verzichten für ein ruhigeres Bild auf den Anzeiger. Ein Rohr, in dem sich zwei Flüssigkeiten mischen, blockiert vollständig, bis es über das Kontextmenü des Rohrs oder der Pumpe gespült wird („Flush“, abschnittsweise oder für das ganze Netz) – ein Manifold sollte also von Anfang bis Ende nur eine Flüssigkeit führen.